ELSE BENNE
Diplom-Volkswirtin
Gestalttherapeutin DVG

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Januar 2010

KerzeSonntag, 31. Januar 2010

Happy New Year

Der erste Monat des neuen Jahres ist vergangen, die ersten Vorsätze sind bereits vom Alltag untergepflügt worden. Ich falle schon seit langem nicht mehr auf meine guten Vorsätze herein, aber der Jahreswechsel ist ein willkommener Einschnitt. Manchmal gestattet er mir einen kleinen Ausblick auf den Verlauf des weiteren Jahres nach dem Motto: wie's anfängt hört's auf. Ein feiner Start bescherte mir deshalb heuer anderthalb Wochen Glückseligkeit – bis der unvermutete Absturz von Wolke Sieben kam und ich krank wurde.

Ein Zipperlein nach dem anderen tauchte auf und hatte gleich ein weiteres im Schlepptau. Fassungslos und notgedrungen wurde ein umfangreiches Pflegeprogramm gestartet, vom Eingeständnis begleitet, nicht zur geduldigen Sorte Kranker zu gehören. Ich klagte und empörte mich gehörig im Kreise meiner Lieben und zur zusätzlichen Erbauung gab's reichlich Lesestoff. Trotzdem musste ich feststellen, dass Anfälle nicht ganz so guter Laune keineswegs weniger wurden, sondern mein Unbehagen zunahm und das nicht nur wegen der Nanoschrittchen im Genesungsprozess. Ich vermisste ganz eindeutig etwas und stellte mit Erstaunen fest, dass es mir an Zuversicht mangelte.

Auf die Idee, dass ich die brauchen könnte, kam ich zunächst gar nicht – schließlich handelte es sich ja nicht um eine gefährliche Erkrankung. Aber als sich abzeichnete, dass der Heilungsprozess nicht verläuft wie erwartet, fehlte mir die Zuversicht, mit Schmerzen, Ungewissheit und eingeschränkter Mobilität klar kommen zu können, auch wenn's denn länger dauert. Die Zuversicht, mich nicht durch schlechte Laune, Ängste, Ungeduld oder Ärger zusätzlich belasten zu müssen. Dabei geht es weder um haltloses Wunschdenken zum Zwecke der Euphorisierung, manchmal als positives Denken missverstanden, noch um das selbsterhebende Heldentum klaglosen Leidens. Es geht einfach darum, sich durch widrige Umstände nicht unterkriegen zu lassen, sondern weiter nach Möglichkeiten zu suchen oder sich von ihnen finden zu lassen. Vorlagen zum Abkupfern habe ich noch nicht allzu viele gefunden – das gaben bisher weder Lesestoff noch Zeitgenossen her. Dabei wäre das angesichts der nicht gerade rosigen Zeiten ganz praktisch oder? Deshalb wünsche ich Ihnen und mir nicht nur Zufriedenheit und Glück im neuen Jahr, sondern vor allem Zuversicht!

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© Else Benne 2010